Arbeitskreis Essstörungen

 

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  Arbeitskreis Essstörungen Stuttgart

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Formen von Essstörungen


Von einer Essstörung spricht man, wenn mehrere der folgenden Punkte zutreffen:

  • sich die Gedanken nur noch ums Essen oder Nicht-Essen drehen und um die Figur kreisen,
  • die Waage zur wichtigsten Kontrollinstanz wird,
  • das Gewicht durch Hungern, die Einnahme von Abführmitteln oder selbst herbeigeführtes Erbrechen verringert wird,
  • ständig zu viel gegessen wird oder es zu Essanfällen kommt,
  • das Essen oder Nicht-Essen zur Funktion wird.

Essstörungen sind ernst zu nehmende Störungen, die mit schweren gesundheitlichen und seelischen Beeinträchtigungen einhergehen. Eine Beratung oder Behandlung ist daher unbedingt notwendig.

Folgende Symptome sind typisch für die nachgenannten Essstörungen; die Grenzen sind jedoch fließend.

 

Magersucht

  • Starkes bis lebensbedrohliches Untergewicht
  • extremes Hungern, zum Teil auch Essanfälle mit anschließendem Erbrechen, oft kombiniert mit Abführmitteln
  • körperliche Überaktivität
  • starker Leistungswille
  • Gefühl von Euphorie und Stärke
  • fehlende Krankheitseinsicht
  • Angst vor Gewichtszunahme
  • Ausbleiben der Periode

 

Ess-Brech-Sucht

  • äußerlich unauffällig
  • Essanfälle mit anschließendem Erbrechen
  • Scham und Schuldgefühle, Verheimlichung und Verschleierung des Verhaltens
  • ständige Beschäftigung mit dem Essen und dem Gewicht
  • extreme Minderwertigkeitsgefühle
  • Zyklusstörungen

 

Esssucht

  • deutliches Übergewicht
  • Kontrollverlust beim Essen
  • häufige Essanfälle
  • Essen als Ersatz
  • Gefühle der Minderwertigkeit, von Versagen, Unzulänglichkeit etc.
  • Ausgegrenztsein und Rückzug auf sich selbst